Buchempfehlung: Piff Paff Puff von Aline Wüst

Erscheinungsjahr: 2020

Aline Wüst gewährt in ihrem Buch einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen der Prostitution. Als Journalistin verbrachte sie viele Abende im Bordell, fror auf dem Strassenstrich und feierte besondere Anlässe wie Geburtstage und Neujahr mit den Prostituierten Roxy, Tamara, Saskia und anderen. Aline Wüst hinterfragt zu Recht auch renommierte Personen und Institutionen und öffnet einem die Augen, was die patriarchalen Strukturen der Prostitution angeht. Sie stellt eindringliche Fragen und hört aufmerksam zu. Ein bewegendes und authentisches Porträt der Menschen in der Prostitution.

Aline Wüst schafft es, mit ihrem Buch eine tiefgehende und aufrüttelnde Perspektive zu vermitteln, die Leser dazu bringt, über die oft verborgenen Aspekte der Prostitution nachzudenken. Ihr Werk ist ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Debatte und ein Aufruf zur Empathie und zum Handeln.

«Sobald du zum ersten Mal mit einem Kunden ins Zimmer gehst und die Türe hinter dir schliesst, bist du eine andere, wenn du nach einer halben Stunde diese Türe wieder öffnest.» -Anna, Bordell Chefin (Seite  8)

Nach ein paar Stunden hatte ich das Buch «Piff, Paff, Puff» fertig gelesen. Ich fand es sehr intensiv, herzschmerzend und spannend. Ich konnte kaum fassen, wie schlimm die Situation in der Schweiz ist. Zum ersten Mal fühlte ich, wie wichtig dieses Thema ist. Deshalb empfehle ich dieses Buch von Herzen der Öffentlichkeit und gebe es meiner Familie und Freunden weiter, damit wir darüber sprechen können.

«Mir löscht es voll ab , wenn ich eine Frau kennen lerne und merke, dass sie eine Schlampe ist. Mich reizt es, um eine Frau zu kämpfen. Im Puff ist es das Gegenteil, hier besteht der Reiz darin, dass du bekommst, was du im echten Leben nie haben wirst.» – Noah, Freier (Seite 15)

Möchtest du mehr erfahren? Hol dir jetzt dein eigenes Exemplar vom Buch Piff Paff Puff.

Text: Michelle Rufener

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