Newsletter, 15. Februar 2022

 
Historisches Frauenhoch!

Medienmitteilung, 15. Februar 2022


GUT GEBRÜLLT, ZÜRI-LÖWINNEN!


Am Sonntag fanden in Zürich, Winterthur, Dietikon und Schlieren kommunale Wahlen statt ­ ­–  mit einem glücklichen Ausgang für viele Züri-Löwinnen. Bereits das grosse Interesse am Züri-Löwinnen-Programm – besonders bei jungen Politikerinnen in den Städten – sprach dafür, dass dieses Jahr der Frauenanteil an den Lokalwahlen höher sein würde. Und tatsächlich: Gerade in der Legislative waren Frauen die grossen Gewinnerinnen.


Der Grund für dieses Hoch lag am «clever Frauen wählen», wie die Frauenzentrale auf der Züri-Löwinnen-Plattform propagiert. Viele hauptsächlich junge Kandidatinnen schnitten – auch dank panaschieren und kumulieren – besser ab als ihr ursprünglicher Listenplatz. In der Stadt Zürich waren von 19 Bisherigen, die am Wahlsonntag abgewählt wurden, nur vier Frauen. Bei der SP überholten gar sechs junge Frauen erfahrene Parlamentarier.


Dieser Trend zeigt sich auch in Winterthur. 9 der zwölf neuen Parlamentarier sind Frauen – und im Schnitt um die 40 Jahre alt. Das 60-köpfige Parlament zählt neu 26 Frauen (43,3 Prozent) – eine mehr als bei den letzten Wahlen. Besonders erfreulich: Bei der SP, glp, Grüne, EVP und AL sind jeweils mindestens die Hälfte der neuen Parlamentarier weiblich.


Die schönste Erfolgsgeschichte schreibt Dietikon. Die Männerbastion ist gefallen. Hatte 2018 noch keine einzige Frau für den rein männlichen Stadtrat kandidiert, traten nun vier «Züri-Löwinnen» aus vier Parteien für den Stadtrat an. Mit dem drittbesten Resultat hat die Mitte-Politikerin Catherine Stocker-Mittaz gezeigt, dass auch Neue auf Anhieb viele Wählerinnen und Wähler mobilisieren können. Der siebte Stadtrats-Sitz bleibt vorerst unbesetzt. Am meisten Stimmen erzielte die SP-Frau Kerstin Camenisch, doch fehlten ihr vier Stimmen zum absoluten Mehr. Deshalb kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Die Frauenzentrale wird sich dafür einsetzen, dass der Frauenanteil im Dietiker Stadtparlament steigt und unterstützt im zweiten Wahlgang ihre Mitglieder: Kerstin Camenisch (SP), Mirjam Peter (SVP) und Manuela Ehmann-Nydegger (EVP).


Engagement zahlt sich aus

Besonders stolz ist die Frauenzentrale auf ihre vier Mentees, die am 13. Februar als Neue den Einzug in den Gemeinderat/Stadtparlament geschafft haben: Martina Blum (Grüne, Winterthur), Rahel Habegger (SP, Kreis 3), Christine Huber (glp, Kreis 9), Anna-Béatrice Schmaltz (Grüne, Kreis 3).


Insgesamt konnte die Frauenzentrale in Zürich, Winterthur, Schlieren und Dietikon rund 50 Mitglieder für die Wahl gratulieren. Die aus Frauensicht zufriedenstellende Wahlergebnisse zeigen, wie sich ein überparteiliches Engagement von Parteien und Frauenorganisationen lohnt. Die Frauenzentrale fühlt sich in ihrer Arbeit bestärkt und ist gespannt auf die Wahlresultate in den restlichen Parlamentsgemeinden.

  • Medienmitteilung – alle Zahlen und Fakten zu den Wahlen aus Frauensicht
  • Bei Fragen zum Mentoring- oder ZüriLöwinnen-Programm: hier

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