last will and testament

Testament? Das betrifft auch dich! 

Text: Alexandra Müller

Am 13. September 2025 ist Tag des Testaments. Die meisten denken dabei sofort an ältere Menschen oder Personen mit grossem Vermögen. Aber: Ein Testament ist nicht erst im Rentenalter relevant. Gerade für Frauen, wie dich, ist es ein starkes Instrument der Selbstbestimmung und ein wichtiges Statement. 

Auch wenn wir glauben, noch alle Zeit der Welt zu haben: Das Leben ist unvorhersehbar. Wer kein Testament verfasst, hinterlässt im Todesfall ein Chaos – die gesetzliche Erbfolge greift automatisch. Das heisst: Der Staat bestimmt, wer dein Erbe erhält. Mit einem Testament kannst du selbst entscheiden, wer von deinem Nachlass profitiert. Sei es Partner:in, deine besten Freund:innen, Geschwister oder eine Organisation, die dir am Herzen liegt. 

Patchwork, Partnerschaften und neue Lebensmodelle 

Viele junge Frauen leben in Partnerschaften ohne Trauschein oder in Patchwork-Familien. Doch ohne Testament hat ein unverheirateter Partner kein automatisches Erbrecht. Wenn du also sicherstellen möchtest, dass dein Lebenspartner oder deine Kinder aus einer Patchwork-Familie abgesichert sind, musst du das ausdrücklich regeln. Seit dem 1. Januar 2023 gilt in der Schweiz ein neues Erbrecht. Die wohl bedeutendste Neuerung: Die Pflichtteile wurden reduziert. Dadurch haben Erblasser:innen heute deutlich mehr Freiheit, ihren Nachlass nach eigenen Vorstellungen zu regeln und individuelle Wünsche zu berücksichtigen.

«Sich frühzeitig um den eigenen Nachlass zu kümmern ist feministisch!»

Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet Vorsorge 

Wir schreiben und sprechen bei der Frauenzentrale Zürich viel über Altersvorsorge und finanzielle Unabhängigkeit, doch ein Testament ist Teil davon. Es geht nicht nur um Häuser oder Millionenbeträge, sondern auch um kleinere Vermögen, Versicherungen, Ersparnisse oder persönliche Wertgegenstände, die du sinnvoll weitergeben kannst. 

Ein feministischer Akt 

Ja, auch das. Frauen haben jahrhundertelang kaum über ihr eigenes Vermögen bestimmen können. Heute ist es ein Stück gelebte Gleichstellung, wenn wir die Verantwortung für unseren Nachlass bewusst übernehmen. Wer bestimmt, wie und wofür das eigene Vermögen eingesetzt wird, gestaltet aktiv mit und das über das eigene Leben hinaus. 

«Ein Testament ist kein Symbol für das Ende, sondern ein Ausdruck von Selbstbestimmung und Weitsicht.»

Um dir den Einstieg zu erleichtern, gibt es am 17. September 2025 ein kostenloses Webinar, das deine Fragen beantwortet. 

Das erwartet dich: 

  • Fachinput von einer Rechtsanwältin: Wie verfasse ich ein Testament korrekt und rechtsgültig? 
  • Demo des Online Testament-Assistenten von DeinAdieu: Ein digitales Tool, das dich Schritt für Schritt durch die Erstellung führt. 
  • Live-Fragerunde im Chat: Deine individuellen Fragen werden direkt beantwortet. 

Und das Beste: Die Teilnahme ist kostenlos!  

👉 Hier anmelden zum Webinar auf Deutsch 

Wieso das auch Organisationen betrifft 

Für viele gemeinnützige Organisationen – auch für die Frauenzentrale Zürich – ist das Thema Testament ein wichtiger Teil der Zukunftsplanung. Wer eine NGO in seinem Testament berücksichtigt, hinterlässt mehr als Geld: ein Zeichen für Solidarität, Gerechtigkeit und Verantwortung.  

Warum Legate für uns so wichtig sind 

Die Frauenzentrale Zürich weiss aus eigener Erfahrung, wie wertvoll ein Legat sein kann. So verdanken wir unser heutiges Zuhause einem grosszügigen Nachlass, durch den wir das Haus am Schanzengraben im Jahr 1929 vergünstigt erwerben konnten. Seit Jahren ermöglichen es uns die Einnahmen aus der Liegenschaft unsere Betriebskosten zu decken und dadurch Frauen zu beraten und vernetzen sowie uns für Gleichstellung einzusetzen. Legate sind für uns also mehr als finanzielle Unterstützung – sie sind ein Vermächtnis für kommende Generationen von Frauen.
Wenn du die Frauenzentrale Zürich in deinem Testament berücksichtigst, trägst du dazu bei, dass wir auch in Zukunft stark für die Rechte und Anliegen von Frauen eintreten können.

«Es geht nicht darum, sich mit dem Tod zu beschäftigen, sondern mit dem Leben, das man weitergeben will.»

Fazit: Ein Testament ist kein Tabu 

Gerade für Frauen ist ein Testament ein wichtiges Mittel, um Selbstbestimmung und Fürsorge auch über das eigene Leben hinaus auszuüben. Es bedeutet nicht, dass du dich mit dem Ende auseinandersetzt, sondern dass du Verantwortung übernimmst und deine Werte sichtbar machst. 

Nutze den Tag des Testaments am 13. September 2025 und das kostenlose Webinar, um dich zu informieren.  

Es ist nie zu früh, aber manchmal zu spät.  

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Die Frauenzentrale Zürich setzt sich seit 1914 sowohl sozial als auch gesellschaftspolitisch für Frauen ein. Hast du dich direkt oder indirekt ein Leben lang für Frauenthemen eingesetzt? Hast du dazu beigetragen, Frauenrechte durchzusetzen oder hast du Frauen in schwierigen Situationen geholfen und unterstützt? Mehr Infos zu Erbschaft und Legat findest du hier

Auf unserem Blog findest du weitere Interviews, Artikel und Beiträge der Frauenzentrale Zürich. Viel Spass beim Lesen!

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